AboPorträt · Bennwil
Metal anstatt Schweigen
Lif Balogh verarbeitet mit ihrer Musik psychische Krisen und Suchterfahrungen
Lif Balogh macht mit ihrem Musikprojekt L.IF psychische Erkrankungen sichtbar und will Betroffenen Mut machen. Über ein Crowd funding sammelt die Bennwilerin Geld für drei professionelle Musikvideos.
Die Essstörung wurde bei Lif Balogh mit 16 Jahren diagnostiziert: «Ich war ein schüchternes Mädchen und wurde oft ausgeschlossen», erzählt sie. Ausschlaggebend jedoch sei insbesondere ihre Borderline-Persönlichkeitsstörung. Eine Sucht sei in erster Linie eine Strategie, etwas auszuhalten, sagt Balogh. Bei ihr zeigte sich das zunächst in Bulimie, später in exzessivem Alkoholkonsum.
Die Therapien und stationären Aufenthalte, die folgten, hat sie in schlechter Erinnerung: «Die Medikamente waren zu hoch dosiert, ich habe mich nicht mehr gespürt.» Mit 18 brach sie die Behandlungen ab und reiste spontan für drei Monate nach Thailand. Das war ein Wendepunkt. «Ich kam nicht geheilt zurück, jedoch lebendiger, als ich gegangen bin.» Zurück in der Schweiz begann sie eine KV-Lehre und schloss diese erfolgreich ab.
So geht es weiter
Im Artikel erzählt Lif Balogh, warum ein Abschiedsbrief zum ersten Song «Too Weak for Myself» wurde – und was ihr die Kraft gab, weiterzumachen.
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