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Volksstimme — Die Zeitung für das Oberbaselbiet

Leserbrief

Hürden hinterfragen statt neue Regeln schaffen

Hitze und Trockenheit

Heute scheint meist die Sonne und tagsüber ist es sommerlich warm. Der Freitag ist sonnig und heiss. Am Wochenende ziehen zeitweise Wolkenfelder vorüber, das Wetter bleibt trocken und sehr warm.

Zum Artikel «Auf Hitze folgt die Vorstoss-Flut» in der «Volksstimme» vom 27. August, Seite 7 Wenn es draussen 35 Grad heiss ist, hilft keine Vorschrift gegen die Hitze. Was hilft, sind Lösungen, die funktionieren. Dass wir uns Gedanken darüber machen müssen, wie wir mit hohen Temperaturen umgehen, ist richtig. Fragwürdig wird es jedoch, wenn die politische Antwort darauf vor allem aus neuen Vorschriften und staatlichen Massnahmen besteht. Gerade bei Klima anlagen zeigt sich ein Widerspruch: Einerseits diskutieren wir über Hitzeschutz für Wohnungen, Schulen, Arbeitsplätze oder Altersheime. Andererseits erschweren Bewilligungspflichten ausgerechnet eine technische Lösung, die dort helfen kann, wo andere Massnahmen nicht ausreichen.

Ein aus den Reihen der FDP eingereichter Vorstoss «Hitzeschutz statt Bürokratie» setzt deshalb am richtigen Punkt an. Statt neue Regeln zu schaffen, sollten wir zuerst bestehende Hürden hinterfragen. Natürlich braucht nicht jedes Gebäude eine Klimaanlage. Beschattung, gute Isolation, Begrünung oder intelligente Lüftungslösungen sind oft sinnvoll. Wo eine Klimaanlage jedoch notwendig und verhältnismässig ist, sollte ihr Einbau nicht unnötig erschwert werden. Hauseigentümer, Unternehmen und Gemeinden können meist selbst am besten beurteilen, welche Lösung vor Ort funktioniert. Wer Anpassung fordert, sollte Anpassung nicht behindern. Beim Hitzeschutz braucht es deshalb nicht mehr Bürokratie, sondern mehr Freiheit für pragmatische Lösungen.

Aus der neusten Ausgabe · Nr. 104

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