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Trotz Verdachts zahlten die Kassen weiter
Schweizerin fälschte rund 380 Arztrechnungen über insgesamt 180 000 Franken
Baselbiet | Schweizerin wegen gewerbsmässigen Betrugs verurteilt
Während dreier Jahre reichte eine Frau aus dem Homburgertal gefälschte Rechnungen bei drei Krankenkassen ein und bezog rund 180 000 Franken. Jetzt wurde sie zu 19 Monaten bedingt verurteilt. Der Prozess wirft Fragen zur Praxis der Kassen auf.
«Ich bin mir meiner Schuld bewusst, ich leugne nichts, und ich will das Geld zurückzahlen», sagte die 45-jährige Frau vor der Dreierkammer des Strafgerichts in Muttenz. Von 2020 bis Mai 2023 hatte sie laut Anklage bei CSS, Groupe Mutuel und Sanitas mehr als 380 gefälschte Rechnungsbelege eingereicht: Kopien echter Rechnungen von Ärzten, einem Labor und einem Radiologiezentrum, die sie eingescannt, kopiert und mit einem PDF-Programm verändert hatte. Die Anklageschrift liest sich wie eine Anleitung zum Krankenkassen-Betrug mit geringstem Aufwand.
So geht es weiter
- Im Artikel: warum das Gericht der «Opfer-Mitschuld»-Argumentation der Verteidigung nicht folgte
- wie 37 identische Rechnungen über 909.75 Franken durchgingen
- was die CSS trotz Strafanzeige weiter zahlte.
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